Am 14.11.2025 um 19:00 Uhr konnte Roland Stelzer viele Gäste und die Referenten Franz Mages und Jürgen Schlicht begrüßen.



Herr Mages klärte uns über die Herkunft des Apfels und dessen Geschichte auf. So liegen seine Ursprünge weit außerhalb Europas. Die Wildform des Apfels, der sogenannte Holzapfel (Malus sieversii), stammt ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Kasachstan (Zentralasien). Im Tian-Shan-Gebirge wachsen noch heute zahlreiche wilde Apfelbäume, die als Vorfahren des Apfel gelten. Bereits vor Jahrtausenden sammelten und nutzten die Menschen in dieser Region die Früchte der wilden Apfelbäume und auch das Veredeln/ Pfropfen war damals schon bekannt!


Mit dem Beginn der Landwirtschaft wurde der Apfel über Handelsrouten weiterverbreitet. Die Seidenstraße verband China und dem Mittelmeerraum. Sie spielte eine entscheidende Rolle dabei, den Apfel nach Westen zu bringen.
Im antiken Griechenland und im Römischen Reich wurde der Apfel bereits kultiviert und veredelt. Sie bauten verschiedene Apfelsorten in ihren europäischen Provinzen an und brachten neue Sorten und fortschrittliche Anbaumethoden mit nach Mitteleuropa, wo das Klima für den Apfelanbau optimal war. So wurde der Apfel zu einem festen Bestandteil der europäischen Obstgärten. In Preußen waren über 2200 Sorten bekannt.
Um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern, wurde m 18. Jahrhundert, der Obstanbau außerhalb geschlossener Ortschaften politisch stark gefördert. So entstanden überall Streuobstwiesen. Hier wachsen ohne Düngung und Spritzungen oft alte, gesunde Sorten Obst die wenig Kalorien haben, aber sehr viel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ihre Antioxidantien schützen unsere Zellen vor freien Radikalen. So können diese alten Apfelsorten auch bei Allergien bedenkenlos verspeist werden. In Gegensatz zu den „modernen Clubsorten“ wie Pink Lady, die mit vielen Spritzmitteln behandelt und nur auf Süße und Geschmack des Verbrauchers getrimmt werden!


Zu unserer und zur Streuobstwiese im Allgemeinen hatte Herr Jürgen Schlicht anschließend noch einige Anmerkungen. So weist er auf die Sortenvielfalt Obst und auf die gesamte Vielfalt der Flora (Pflanzen, Gräser usw.) und Fauna (Insekten, Vögel usw. hin. Aber, es sind auch weitere positive Merkmale zu erkennen. So ist der Erosionsabbau vermindert, die Kohlenstoffbindung ist hoch und vieles mehr.
Unser erster Vorstand bedankte sich bei den Referenten und mit viel Applaus wurden sie verabschiedet.
Text & Bilder: Josef König
