Am letzten Einstiegspunkt an der Altenfurter Schule stiegen die letzten Mitfahrer in den Bus und pünktlich um 08:30 Uhr starteten wir unsere Fahrt zur Lehranstalt für Wein- und Gartenbau. Mit 46 Personen war der Bus fast voll und Manfred Maier unser 2er Vorstand konnte viele Mitglieder und Gäste begrüßen. Die Fahrt war von Manfred gut vorbereitet worden, so stellte er im Bus schon das Programm für den vorliegenden Tag vor.



Unser erstes Ziel war die Lehranstalt für Wein- und Gartenbau des „bayerischen Staates“ in Bamberg. Hier wurden wir von Zwei Angestellten des Betriebes begrüßt. In zwei Gruppen wurden wir durch diesen in Bayern einzigartigen ökologischer Gemüsebauversuchsbetrieb geführt. Hier wurden sechs Hektar Freilandfläche sowie 1.600 m² Folienhäuser auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Seitdem hat sich der Betrieb mit seinen Forschungsprojekten zu einer festen Größe im Bioanbau entwickelt. Ein Folienhaus davon wird für Versuche im kontrolliert integrierten Gemüseanbau genutzt. Ebenso konnten wir einen Container mit völliger autarkem Klima besichtigt, in dem Pflanzen unter künstlichem Licht und Klima angebaut werden. Solche Container könnten z. Bsp. auf den Mond, oder Mars zur Herstellung der Ernährung für Raumfahrer aufgestellt werden. SCIENCE FICTION lässt grüßen!!!






Außerdem finden regelmäßig Seminare, Führungen und Workshops statt. Auch der Klimawandel ist hier Thema, so werden hier in verschiedenen Abbaumethoden hitzeresistente Pflanzen wie Zucchini, Auberginen, Ingwer u. And. in verschiedenen Versuchsreihen generiert. Die, LWG, arbeiten schon heute an den Herausforderungen von morgen und unterstützen mit ihrer Arbeit nicht nur die Winzer, Gärtner und Imker. Sie leisten mit ihrer praxisorientierten Forschungsarbeit und der Weitergabe von Wissen einen Beitrag zum Leben im Einklang mit der Natur.
Die getrennten Gruppen konnten auch an einer Tomatenverkostung teilnehmen und eine Bewertung über Aussehen, Geschmack, Säuregehalt und Süße von sechs verschiedenen Früchten abgeben.



Man merkte sofort, dass die Führer mit Herz und Seele dabei sind und auch deshalb war die Führung ein gärtnerischen Erlebnis und man kann so eine Veranstaltung nur weiterempfehlen! Mit vielen Informationen und Neuigkeiten im Kopf setzten wir unsere Fahrt fort. Nach dem Mittagessen im Biergarten der „Brauerei Fässla“ stand noch die Besichtigung des Schlosses SEEHOF mit seiner beeindruckenden Wasser- Kaskade auf dem Programm.
Schloss Seehof in Memmelsdorf


Das Schloss SEEHOF war die Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Bamberg (Jagdschloss und Landhaus aus den 15. Jahrhundert). Im Schloss hatten wir ebenfalls eine Führung. Die Führerin wies uns in die Geschichte des Schlosses ein. So berichtete sie, dass der bay. Staat das Schloss 1975 kaufte und daraufhin auch aufwendig renovieren musste. Wir konnten den gut erhaltenen „Weisen Saal“ mit seinen wunderbaren Deckenfresken, wie z. Bsp. der Götterhimmel mit Allegorien der Jagt und anderen Vergnüglichkeit der fürstbischöflichen Vergangenheit. Auch die Ausstattung und der Prunk der neun Privatzimmer dieser Kirchenfürsten konnten wir sehen und bestaunen. Bei diesen Prunk und den „Saus und Praus“ in dem diese Privilegierte damals lebten, können wir heute nur erahnen, wer dies finanzierte und das gemeine Volk bedauern, dass dadurch Hungern leiden und oft ums Überleben kämpfen musste!



Text & Bilder: Jos. König
